Vintage Guitars Tele

Vintage Guitars Tele

So simpel ihre Konstruktion auch sein mag, Telecaster-Modelle verschiedener Produktionsphasen binden sich an charakteristische Merkmale und natürlich auch an bestimmte Spieler. Der Blues-Magier Robben Ford etwa gilt als Protagonist der „Slab Board“-Telecaster.

Bis Ende der 50er-Jahre hatte Fender mit den beiden Modellen Telecaster und Stratocaster lediglich zwei Gitarren für professionelle Anwendungen im Programm, und die verfügten über einen einteiligen aufgeschraubten Ahornhals. Erst das neu entwickelte und mit viel Hoffnung an den Markt gebrachte JazzmasterModell bekam ein Griffbrett aus Palisander.

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Fender-Mitentwickler Freddy Tavares 1979 in einem Interview mit dem Guitar-PlayerMagazin: „Als wir die Stratocaster bauten, dachten wir, es sei die großartigste Gitarre der Welt. Dann sagten wir, lass uns etwas noch besseres machen und bauten die Jazzmaster.“

Fender American Vintage Ii 1963 Telecaster Electric Guitar, 3 Colour Sunburst (b Stock)

Die Jazzmaster sollte als superkomfortables Top-Modell ihre Vorgänger ablösen, was Leo Fender eigentlich schon von der Stratocaster im Verhältnis zu seinem Erstling Telecaster erwartet hatte. Die 1958 in Fenders Preisliste zu 329, 50 Dollar erstmals angebotene Jazzmaster war sogar 50 Dollar teurer als eine Stratocaster. Leo glaubte über die optischen oder auch haptischen Annäherungen mittels eines Palisandergriffbretts dem Erzrivalen Gibson Klientel abjagen zu können, da Gibson-Spieler an dunkle Griffbretter gewöhnt waren.

Die 1958 mit der Jazzmaster eingeführten Änderungen am Design waren aber auch bedeutsam für die älteren Modelle, denn aus wirtschaftlichen Gründen stellte Fender die Halsproduktion auch für die zuvor ausnahmslos mit einteiligen Ahornhälsen gefertigten Modelle Telecaster und Stratocaster etwa ab Mitte 1959 komplett auf Palisander-Griffbretter um.

In den ersten Jahren nach Einführung kam das dicke „Slab“-Fingerboard zum Einsatz, so genannt wegen seiner flachen Unterseite, mit dem es auf den Ahornhals geklebt wurde. Da nun der Halsstab mithilfe einer Fräsung von oben in den Hals eingesetzt und nachfolgend vom aufgeleimten Griffbrett abgedeckt werden konnte, machte diese Konstruktion den bis dahin nötigen „Skunk Stripe“ auf der Halsrückseite und auch den „Teardrop“-Stopfen an der Kopfplatte überflüssig.

Fender American Vintage Ii 1977 Telecaster Custom Electric Guitar

Bei den Palisandergriffbrettern – und natürlich handelte es sich dabei um das heute streng geschützte Rio-Palisander (Dalbergia Nigra) – ersetzten nun auch helle „Clay Dot Markers“ die vorherigen schwarzen Markierungspunkte. Die Produktionsphase mit den dicken Slab Boards währte allerdings nur kurz. Bereits im August 1962 begann Fender mit der kostensparenden Verwendung eines Palisander-Griffbretts mit gewölbter Basis, und diese immer noch Brett genannten Furniere wurden im folgenden Jahr sogar nochmals dünner. 1966 wechselte Fender dann in der Produktion von Griffbrettern prinzipiell von Rio-Palisander auf ostindischen Palisander.

Unser Protagonist Robben Ford hat in seiner Karriere viele Gitarren gespielt, aber keiner blieb er so treu wie seiner Telecaster aus 1960. Die hatte er Anfang der 90er-Jahre in einem Gitarrenladen in San Francisco für sich entdeckt und bereits für das 1993 erschienene The-Blue-Line-Album ‚Mystic Mile‘ eingesetzt.

„Das ist wirklich meine Blues-Gitarre. Da glänzt sie für mich. Ich bin mit Gibson-style-Gitarren aufgewachsen. Meine erste gute Gitarre war eine Guild Starfire III, danach hab ich eine L5 gespielt, eine Super 400, eine ES-335 – alles Gibsons mit Humbucker-Pickups. Alle hatten ein ähnliches String Spacing und identische Mensuren. Die Tele bietet wegen der längeren Mensur etwas mehr Widerstand, und das ist gut für mich im Blues-Kontext, das erfordert etwas mehr Kampf. Fürs Blues-Spiel darf es nicht zu leicht sein. Ich spiele 10er-Saiten, kein wirklich harter Satz. Für mich brauche ich auch eine etwas höhere Saitenlage. Das ist also mein Blues-Instrument mit tollem Hals- und Steg-Pickup-Sound. Es hat einen – für eine Telecaster – sehr starken Steg-Pickup, das ist für mich ein echtes Geschenk. Die Mittelposition klingt auch demgemäß super. Alle drei Positionen haben wirklich großartige Sounds.“

Namm 2022: Vintage Guitars' 'the Boss' Channels Bruce Springsteen's Go To Tele

Das nebenstehende Exemplar aus der kurzen Brazilian-RosewoodSlab-Board-Phase ähnelt dem von Robben und ist noch in vollkommenem Originalzustand. Es verfügt über einen leichten EscheKorpus mit sehr schön patiniertem „Blonde“ Finish und wiegt lediglich knapp 3, 2 kg. Die in dieser Zeit noch per Hand aufgetragenen Pencil Neck und Body Dates 1/60 vermitteln Januar 1960 als Baujahr. Die Pickups zeigen die üblichen Widerstandswerte von 6, 8 kOhm in Hals- und 7, 0 kOhm in Stegposition.

Vintage

Das im Gegensatz zu den rundlichen Hälsen aus den 50er-Jahren eher flach, aber fraglos angenehm griffig gestaltete Halsprofil macht das Spiel bei einer Sattelbreite von 42 mm – nicht zuletzt auch dank einer perfekt umgesetzten Neubundierung – zur reinen Freude. Ganz zu schweigen von der Resonanzstärke und den traumhaften Schwingeigenschaften dieser Gitarre – da stimmt wirklich alles. Was Robben Ford für seine Tele propagiert, das kann diese zeitgleiche Ausführung ebenfalls für sich in Anspruch nehmen, nämlich eine hervor – ragende elektrische Kraft mit gewisser Präferenz des Steg-Pickups, der einen wunderbar holzig-trockenen Tele-Sound zu Gehör bringt.

Da von Fender nie Produktionszahlen veröffentlicht wurden, bleiben als Anhaltspunkte nur die Seriennummern, und die geben nur bedingt Auskunft über die Menge der gefertigten Instrumente, da Fender wohl für jeden Jahrgang eine eher großzügig geschätzte Anzahl von nummerierten Neck Plates geordert hat, es aber im Dunkeln bleibt, wie viele davon wirklich Anwendung fanden. Für das Jahr 1960 reichen die Seriennummern von 40.000 bis 58.000. Was keineswegs heißt, dass bei Fender in dem Jahr tatsächlich 18.000 Instrumente gebaut wurden. Vergeben wurden z.B. auch für das Jahr 1961 schon Seriennummern ab 55.000.

Vintage V59 Icon Electric Guitar

Verlässlich zu sagen ist lediglich, dass mit Beginn eines jeden neuen Baujahres ein Schnitt im 1000er-Bereich stattfand. Natürlich verteilen sich die vergebenen Seriennummern auch auf das gesamte Fertigungsprogramm, was mithin keinerlei Rückschlüsse auf die Menge der etwa in diesem Rahmen erstellten Telecaster-Exemplare zulässt. Sicher dagegen ist, dass die Fender-Gitarren aus der Slab-BoardPhase – in der Preisliste von 1960 ist die Telecaster mit 209, 50 Dollar aufgeführt – neben den Exemplaren der 50er-Jahre zu den begehrtesten überhaupt zu zählen sind. Entsprechend hoch setzen die Preise am Vintage-Markt für die extrem selten angebotenen Instrumente an, für die Sammler heute 30.000 Euro und mehr auf den Tisch zu legen bereit sind. Und frag besser nicht nach Custom-Color-Preisen …

IM TEST: Zoom B6 +++ Framus Wolf Hoffmann WH-1+++ Valco FX KGB Fuzz, Bloodbuzz und Five-O +++ Sandberg California Central +++ Origin Effects Bassrig +++ Lava ME 2 Freeboost & ME 3 +++ One Control Strawberry Red +++ Fender Player Plus Meteora HH & Active Meteora Bass +++ Marshall 2525H & JVMC212 Black Snakeskin LTDLooking to add a vintage Telecaster, Nocaster, Esquire, Broadcaster, Thinline, Deluxe or Custom to your collection but don’t know where to start? Let us be your guide.

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Leo Fender and his then business partner Doc Kauffman began discussing the idea of a solidbody Spanish as early as 1943 but Leo only began working on the project at the start of 1949. The first prototype was a single-pickup model with a pair of knobs mounted on a rectangular metal plate and a two-piece laminated pine body. A curved metal plate covered the bridge while, decades later, the black pickguard would influence the design of other models in the Telecaster family such as the Cabronita.

This Experimental 1951 Fender Telecaster Has A Story Like No Other Vintage Guitar

The most distinctive feature of Leo’s early prototype design was the ‘snakehead’ headstock with three-per-side tuners. It’s thought this was made during the summer of 1949 but many of the iconic Telecaster features were already present.

After sending prototype number one out for field testing, Fender developed a second prototype. It was made during the autumn of 1949 and the three-saddle bridge, pickup mounting arrangement and through-body stringing would make it to the production version. At this stage, the design still featured a single pickup, but the headstock and tuner placement looked like the finished article.

Fender’s first production s were made during the spring of 1950. Named Esquires, they had no truss rod or string retainer on the headstock. The 1.5-inch thick bodies were made from sandwiched pine and there was no router hump in the cutaway. Some were finished in black and had white fibreboard pickguards.

Fender

Vintage Guitar Stories: 1970 Fender Telecaster Thinline

Another prototype is regarded as Fender’s first two-pickup . Leo hadn’t designed a neck pickup, so he used a Champion lap steel pickup instead. Most first-batch Esquires had a single pickup, but some had two.

The purchase of special tooling in October 1950 indicates that Leo was persuaded of the need for truss rods and early truss-rod-equipped necks had walnut or maple headstock plugs. By then, Fender had started using ash for the bodies and Don Randall had devised a new name to differentiate the single and double pickup models. The Blackguard era had begun.

Blackguard is an umbrella term that covers early Esquires, Broadcasters, Nocasters and Telecasters. Why the name change? Gretsch had already used the name Broadkaster for a drum kit so Fender complied with Gretsch’s request to desist. Rather than waste decals, Fender simply snipped off the ‘Broadcaster’ section, leaving just the Fender logo – hence the nickname ‘Nocaster’. Blackguard aficionado Nacho Baños estimates that only about 250 Broadcasters were produced, and Nocasters lasted from February until around September 1951, when Telecaster decals first appeared.

Vintage V48jdab Jerry Donahue Tele

The instruments’ black pickguards were made from vulcanised fibreboard, oversprayed with lacquer. The ’guards were placed on a tin for spraying, which left a circular mark on the rear. Other 1950 specs include closed-shell Kluson tuners with ‘Pat. Applied’ stamps on the side and rear, and flat-bottom 5/16” diameter saddles – mostly brass but sometimes steel. Also look for milled jack cups and a ‘Pat. Pend’ stamp on the bridge plate, along with a serial number.

Vintage

Baños highlights the distinctive shape on the neck’s side

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