Soilwork veröffentlichen heute ihr neues Album ‘The Ride Majestic’. Mit dem Vorgänger ,The Living Infinite‘ haben die Schweden Soilwork im Frühjahr 2013 einen wahren Metal-Meilenstein veröffentlicht und anschließend die USA und das renommierte Wacken Open Air gerockt.
Wir haben uns anlässlich ihrer damaligen Europatournee in der Hamburger Markthalle mit dem damaligen Bassist Ola Flink (jetzt abgelöst von Markus Wibom) und den beiden Gitarristen Sylvain Coudret und David Andersson getroffen, um uns ihr Equipment anzuschauen. Anschließend sprachen wir mit Coudret und Andersson über ihre Zusammenarbeit als Gitarristen und Songschreiber.

Wenn ich richtig informiert bin, unterscheidet sich euer aktuelles Live- Equipment teilweise von dem, das ihr im Studio für ,The Living Infinite‘ eingesetzt habt.
Soilwork Stock Photos
Coudret: Bei mir sind in diesem Fall Studio und Bühne sehr ähnlich: Ich habe vor allem die Mayones Regius und meine ESP Page Hamilton Signature gespielt, bei zwei Nummern kam noch zusätzlich eine Gibson Les Paul zum Einsatz, die nur sehr mühsam in tune zu halten war. Als Amp kam im Studio ein Peavey VH 3 plus ein alter Tubescreamer von Ibanez zum Einsatz, auf der Tour sind es jetzt ein Peavey 6505 und ein Maxon Overdrive- Pedal.
Coudret: Exakt. Zumal man bei einer Studioproduktion sehr genau auf Tuning und Intonation achten muss, während es in Konzerten nicht ganz so genau darauf ankommt, ob wirklich jeder Akkord zu 100% in tune ist. Also legt man bei Studio-Equipment andere Kriterien als auf der Bühne an.
Andersson: Nein, denn wir proben vor Tourneen fast nie, sondern nur unmittelbar nach einer Studioproduktion, um uns generell auf Konzerte vorzubereiten. Wenn es dann später auf die unterschiedlichen Tourneen geht, hängt alles davon ab, welche Gitarren- und Verstärkerhersteller uns ausstatten. Auf der US-Tour hatten wir EVH-3- Tops dabei, jetzt in Europa sind es Peavey 6505.
Individual Thought Patterns V.023: Soilwork: David Andersson Will Fill In For Peter Wichers In June And July 2011
Coudret: Natürlich sind die Firmen fast immer die gleichen, aber die jeweiligen Geräte wechseln gelegentlich. Mitunter spielen wir auch Engl-Amps, leichter zu besorgen sind jedoch Peavey und EVH, denn diese Firmen agieren weltweit, sogar in China. Allerdings hatten wir auf einer USTour auch schon mal deutsche Diezel-Amps dabei – wirklich fantastische Verstärker!
Andersson: Früher hatte ich einige wenige, aber irgendwann habe ich sie weggelassen. Ich mag es, wenn es auf der Bühne einfach und übersichtlich ist. Ich möchte nicht an Fußpedale gebunden sein, außerdem kann ohne Pedale viel weniger schief gehen. Ich bin da etwas altmodisch, ich mag keine albernen Effekt-Racks und hasse es, vor diesen Pedalen quasi Steptanz zu veranstalten. Ich möchte mich rein auf mein Spiel konzentrieren können.
Andersson: Ja, alles. Allerdings wechsle ich bei einigen Soli auf den Hals-Pickup, ansonsten reguliere ich alles mit dem Lautstärkeregler und spiele fast ausschließlich mit dem Bridge-Tonabnehmer.
Soilwork Guitarist David Andersson Dies At 47
Coudret: Richtig. Das wichtigste ist ein Noisegate im Loop, um die riesigen Nebengeräusche des Amps abzufedern. Dazu kommt ein vor den Amp geschaltetes Overdrive- Pedal von Maxon für einige Rhythmus- Parts, bei denen ich einen schärferen Attack haben möchte. Meistens schalte ich ihn jedoch bei den Soli dazu, um etwas mehr Gain oder ein langes Feedback zu bekommen. In den Loop eingeschliffen ist auch ein Delay- Pedal, für einige Soli und Arpeggios, vielmehr findet man aber auch bei mir nicht.
Andersson: Oftmals entscheidet sich das bereits im Studio. Für die Songs, die ich geschrieben habe, gilt: Wenn ich das Gefühl habe, dass ein Solo besser zu Sylvain passt, dann spielt er es, ansonsten übernehme ich es selbst. Unsere Stile unterscheiden sich stark, insofern wird schnell klar, zu wem ein Solo besser passen könnte. Das gilt auch für die Stücke, die Bjørn (Strid, Sänger, ) und Sven (Karlsson, Keyboards) geschrieben haben. Auch sie wissen genau, zu wem ein Solo am besten passt.
Andersson: Ich spiele eher altmodisch und etwas melodischer, während Sylvain experimenteller vorgeht. Coudret: Man selbst kann seinen Stil immer nur sehr schwer erklären, aber irgendwie können wir uns immer einigen, wer welchen Part übernimmt. Meistens findet diese Entscheidung ganz intuitiv statt.

Danny Marino, The Agonist Guitarist Gear
Coudret: Im Studio nehmen wir vier Rhythmusgitarren pro Song auf, deshalb muss jeder Part möglichst exakt gespielt werden. Das kann nur funktionieren, wenn sämtliche Rhythmusgitarren des jeweiligen Songs nur von einem einzigen Gitarristen eingespielt werden. Auf der Bühne ist das etwas anderes, da kommt es darauf an, dass der Sound so richtig fett klingt und das funktioniert nur dann, wenn wir beide Rhythmusgitarre spielen.
Coudret: Richtig. Allerdings kann auf der Bühne das Keyboard einige harmonische Ergänzungen übernehmen, das stärkt den Gesamt-Sound. Man muss aber dennoch immer erst herausfinden, ob ein Studiotrack überhaupt für die Bühne geeignet ist.
Andersson: Nicht jeder Song funktioniert auf der Bühne, speziell auf dem aktuellen Album gibt es einige experimentelle Nummern, die nur auf Scheibe klingen. Zumal: Wenn man ein Doppelalbum mit 20 Stücken veröffentlicht, weiß man vorher, dass man nicht alle Songs auf die Bühne bringen kann. Ich vermute, dass wir zehn der neuen Stücke auch live spielen werden, der Rest ist nur fürs Album gedacht.
Kazrog Releases Ampcraft 1992
Coudret: Mitunter denkt man, dass ein Stück perfekt für die Bühne geeignet ist, aber dann muss man feststellen, dass dies nicht der Fall ist. Man muss es ausprobieren, um sicherzugehen.
Coudret: Nicht nur am Anfang, sondern auch mittendrin noch, wenn einem langweilig wird und man nicht immer das gleiche Zeugs spielen möchte …

Apropos: Ist nach so vielen Jahren das Reisen im Nightliner rund um den Globus immer noch Spaß? Oder nimmt man es zähneknirschend in Kauf, weil es zum Business dazugehört?
Interview With David Andersson (guitars) Of Soilwork At Bloodstock Open Air 2017interview With David Andersson (guitars) Of Soilwork At Bloodstock Open Air 2017
Andersson: Natürlich ist es anstrengend, vor allem wenn die Tourneen so lang sind. Aber die Shows am Abend entschädigen für vieles, auch wenn das Reisen mal stressig oder langweilig ist.
Coudret: Man hängt häufig untätig herum und kann nichts machen. Aber wenn man auf die Bühne geht, weiß man, wofür man all das Warten in Kauf genommen hat.
Andersson: Irgendwie ist die Bühne unser zweites Zuhause geworden, man vermisst sie, wenn man nicht auf Tournee ist. Ich könnte mir mein Leben ohne Tourneen nicht vorstellen. Ich wollte schon mit dem Nightliner herumreisen, als ich gerade 17 war. Natürlich wünschte ich mir heute so manches Mal mehr Komfort im Bus, also einen größeren Aufenthaltsraum und eine richtige Dusche. (lacht)Soilwork guitarists David Andersson (left) and Sylvain Coudret share a 6-string moment while performing in their native Sweden on the Metal West Tour in May 2015.
Reflections Of Darkness
Just before the release of Soilwork’s latest album, The Ride Majestic, the group announced that bassist Markus Wibom would be replacing Ola Fink, who had been with the band almost from the start of their 20-year career. “I’m not quite sure what happened, ” says Wibom. “Björn (Strid, the lead singer) just said, ‘Things are pretty good, but we’re having some difficulties. We want you in the band.’”

While many bands would be shaken to the core by such a change, Wibom had previously toured with Soilwork as a guitar tech and lighting designer, so the transition was fairly seamless. Besides, Soilwork has weathered similar storms in recent years. Guitarists David Andersson (an MD who moonlights as a gastroenterologist) replaced founding member Peter Wichers in 2012, and Sylvain Coudret replaced Ola Frenning in 2008.
Still, the making of The Ride Majestic was impacted by tragedies within the Soilwork camp. During the writing and recording process, death and severe illness befell several members of the musicians’ families. The band channeled their emotions into the music, and not surprisingly, a touch of melancholy is evident throughout the album. “Whirl of Pain” is driven by a wistful melodic figure, while “Death in General” employs a dissonant motif and haunting open-string clusters.
Soilwork Im Interview
Premier Guitar spoke with Andersson, Wibom, and Coudret about melody in the metal genre, the writing of The Ride Majestic, and the band’s current gear.
From the lyrical passages that open the album to the catchy chorus of the title track, it seems like you prioritize melody. Is melody a lost art among newer metal bands? Sylvain Coudret: Yeah, a lot of bands are really fantastic musicians, but sometimes I miss the melodies. It’s more difficult to write good melodies than just some fast stuff. Or to write good parts behind the melodies.
“People say things like, ‘This sounds a bit jazzy, or like jazz-rock.’ But we don’t think about it. We just play the way we want to play.”

Who Plays What
Markus Wibom: It depends on the music. Some people are doing just fine without it. Every band has its own thing. It’s for every band to decide whether to have melodies or not. Maybe it fits their style, maybe it doesn’t. There are bands that almost never use vocal melodies, but they still get it together.
David Andersson: To be honest, I don’t listen to much new metal. We’re a little older now, and we all grew up listening to lots of melodic music as well. We all love metal, but all of us are also big fans of classic rock, progressive music, pop music, and whatever. Doing melodies comes quite naturally to us, I guess. We hear some younger bands and—not to be rude to them—it sounds like the melodies are sometimes an afterthought. I grew up on classics like Deep Purple, Black Sabbath, and Ozzy Osbourne, and then I gradually learned the early thrash bands. One of my favorites growing up was Testament. Then the Swedish melodic thing came with bands like At the
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